Session Proposals

Online-Planspiele

Ab März 2022 bietet die Landeszentrale erstmals bayernweit Online-Planspiele an.

Durch die Planspiele lernen die Teilnehmenden, sich auf spielerische Art mit den Institutionen sowie dem Gesetzgebungsprozess der EU auseinanderzusetzen. Welche Regeln sollten in Zukunft für große Plattformen wie Facebook gelten? Ab wann soll die Europäische Union klimaneutral sein? Gemeinsam entscheidet die Gruppe dabei über wichtige Zukunftsfragen des Kontinents.

In der Session möchte ich das Planspiel-Angebot kurz vorstellen und darauf eingehen, wie jede Person in Bayen es selbst einsetzen kann und welche Vorteile Online-Planspiele haben. Ich freue mich über Anregungen zur Weiterentwicklung des Planspiel-Angebots und bin gespannt, was ihr davon haltet.

Elvira Friebe

Werte.Scouting - Werte entdecken, hinterfragen, mitgestalten

Was möchte ich mit euch machen? In der Session möchte ich zunächst gern über die Vorurteile des "Philosophierens" sprechen, meine ganz persönlichen Erfahrungen als ausgebildete Gesprächsleiterin/-moderatorin teilen, ggf. mein Konzept des Workshops Wertescouting vorstellen & diese mit euch weiterentwickeln.

Warum ist mir das wichtig? IN VIA Augsburg e. V. bietet seit 2021 erstmals niederschwellig Workshops für junge Menschen an. Mit dem Workshop Werte.Scouting verfolge ich die Idee:

#Wertedialoge mit den Jugendlichen durchführen und ein erhöhtes Wertebewusstsein schaffen, #ein kreatives Angebot für gemeinsame Zukunftsvisionen für ein Wir entstehen lassen, #die Perspektive der jungen Menschen sichtbar machen und #Jugendliche als gestaltende Akteure in der Gesellschaft stärken.

Im letzten Jahr habe ich drei Workshops durchgeführt: a) in der offenen Jugendarbeit, b) mit jungen Migrantinnen und c) mit Pfadpfinderinnen. Mein Konzept musste zum größten Teil an die entsprechende Zielgruppe völlig neu überarbeitet werden und dabei ging der Wertedialog nicht selten verloren, obwohl es die "Seele" des Workshops ausmacht. Hinter dem Begriff Wertedialog steckt eigentlich eine philosophische Gesprächsführung. Das heißt, ein Wertedialog wird moderiert gehalten. Dabei entsteht eine achtsame Gesprächskultur und das Gespräch als Ort der Begegnung. Hier wird das Miteinander gefördert, Vorbilder, Vorstellungen oder Vorurteile werden genauer untersucht, der Blick und das Bewusstsein für die Werte werden geschärft, auf denen unser Miteinander beruht. Das heißt, wie entsteht Gemeinschaft und wie gehe ich sogar mit (Werte-)Konflikten um.

Philosophieren kann jeder - Kinder wie Erwachsene. Mir bereitet es viel Freude, gemeinsam die "großen" Fragen des Lebens zu erörtern. Nur leider beobachte ich bei den Heranwachsenden wie auch bei den Erwachsenen, wenn man mit dem Begriff per se wirbt, kommt wenig Interesse bzw. viel Zurückhaltung. Mit den Pfadpfinderinnen im Rahmen des Projektes Werte.Scouting habe ich z.B. sehr gute Erfahrungen gesammelt und die wenigen, die es kennengelernt haben, sind hellauf begeistert. Bloß bis man die Leute dazu bringt, ein philosophisches Gespräch zu erleben, gestaltet sich - nicht selten - schwierig.

Katharina Kern

Digital Divide

Lücken gibt es in allen gesellschaftlichen Bereichen - so auch in Bezug auf Medien: der Zugang zu Medien ist verschieden, die Mediennutzung auch.

In dieser Session möchte ich mich mit euch austauschen über digitale Gaps - welchen ihr in eurer Arbeit mit Jugendlichen aber auch persönlich begegnet und welche Bewältigungsstrategien ihr vielleicht schon verfolgt. Ich freue mich darauf mit euch nach Lücken und Brücken zu suchen und werde versuchen, das Ganze von medienpädagogischer Seite her zu beleuchten!

Gerold Stabel

Jugendpartizipation in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie prägt die Kinder- und Jugendarbeit seit nunmehr zwei Jahren. Aktivitäten im Bereich Kinder- und Jugendpartizipation, wie beispielweise die von Jugendparlamenten und Schüler*innenvertretungen verändern sich hierdurch. Physische Treffen entfallen, der schulische Stress auf die Mitwirkenden hält durch die sich ändernden Regelungen an, ebenso die Müdigkeit, an digitalen Veranstaltungen teilzunehmen. Weitere Auswirkungen kennen Sie aus ihrer praktischen Arbeit oder können sie Studien entnehmen, wie „Jugend und Corona“ oder der „Shell Jugendstudie 2021“.

Doch wie können Multiplikator*innen und Träger der Jugendbildungsarbeit nun mit der Perspektive der vorsichtigen längerfristigen Wiederaufnahme der Bildungsangebote beitragen:

- Jugendbeteiligungsprojekte wieder gut anlaufen zu lassen

- innovative Projekte zu entwickeln

- Aktionen noch zielgruppenspezifischer anzubieten

- Engagierte wieder zusammenbringen

- …

Gemeinsam wollen wir uns austauschen zu Best Practice, zu Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme partizipativer Projekte und darüber, wie das Förderprogramm AUF!leben – Zukunft ist jetzt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung hierbei unterstützt.

Die Session wird vorgeschlagen von Gerold Stabel. Er ist Jugendprojektbegleiter bei AUF!leben – Zukunft ist jetzt und begleitet bundesweit geförderte Projekte und deren Initiatoren bei der Durchführung sowie Vor- und Nachbereitung.

Social Justice – Soziale Gerechtigkeit für alle

Was bedeutet Social Justice? Worum geht es bei Critical Diversity? Warum dürfen diese Themen auch in der politischen Bildungsarbeit nicht fehlen?

Diesen Fragen und den dahinterstehenden Konzepten gehen wir in der Session interaktiv und methodisch auf den Grund. Mit dabei ist Uta Manz von der Jugendbildungsstätte Babenhausen und Marina Mayr von der Fachstelle Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft des Bezirksjugendring Schwaben.

Soziale Gerechtigkeit beschreibt die gesellschaftlichen Zustände, die zur Verteilung von Ressourcen, Macht und individuellen Möglichkeiten führen. Dabei spielen auch Ausschlüsse, strukturelle Diskriminierungen und Rassismen eine entscheidende Rolle: nicht jede:r Mensch hat dieselbe Ausgangssituation sowie Chancen im Leben. Social Justice und Radical Diversity richten den Blick auf Macht- und Herrschaftsverhältnisse, hilft, Stereotype zu hinterfragen und systemische Diskriminierungen zu erkennen, sodass Inklusion und Teilhabe für alle ermöglicht werden kann.

Max Barnewitz

Demokratie und Spaltung: Ein Verhältnis im Unvernehmen?

"Spaltungen überwinden" lautet das konfliktive Mantra zu vielen polarisierenden Themen unserer Zeit. Dabei ist die Frage, auf welche Weise dieses Ziel erreicht werden könne, selbst strittig: Der Streit als Streitgegenstand! Streben wir einen Dialog auf Augenhöhe an? Wohnt ihm nicht das Risiko inne, im Modus der Toleranz dem Intoleranten zum Opfer zu fallen? Oder sollen wir uns vehement(er) abgrenzen und uns auf das Wehrhafte der Demokratie berufen? Und droht hier nicht wiederum ein Abrutschen in Selbstgerechtigkeiten moralischer Überlegenheit? Denken nicht schlussendlich alle, "auf der richtigen Seite der Geschichte" zu stehen? Selbst diese Fragen bergen ein ungeheures Spaltungspotential, dem im Rahmen der Session begegnet wird.

Darüber hinaus wird, einen Schritt zurückgehend - entgegen dem eingangs formulierten Mantra - die These in den Raum gestellt, ob Demokratie nicht eben die Staats-, Gesellschafts- und Lebensform ist, die genuin auf Spaltung(en) angewiesen ist. Oder andersherum formuliert: ob eine Demokratie ohne Spaltung(en) diesen Namen überhaupt zurecht für sich beanspruchen kann. Bräuchte es von dieser Warte aus nicht ein explizites Lob der Spaltung als ein Verdammen derselben? Oder gestaltet sich das Verhältnis von Demokratie und Spaltung doch als komplizierter gestrickt?

Am Beispiel des Projektes "Profil zeigen! Für eine starke Demokratie" werden die thematisierten Fragen plastisch gemacht und diskutiert. Inwiefern sind Workshopformate zum "richtigen" Streiten als Intervention in die derzeitige politische Kultur geeignet? Wo liegen ihre Chancen, wo ihre Grenzen?

All dies und mehr - ich freue mich auf Euch!

Weitere Infos zu dem Projekt "Profil zeigen!": www.profilzeigen.de

Beteiligte Projektpartner*innen:

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Netzwerk Politische Bildung Bayern

interpunktionen e.V.

In erregten Debatten im Freundeskreis und in der Gesellschaft um die Sinnhaftigkeit der Corona-Maßnahmen zeigt sich das Ringen um eine redliche Auseinandersetzung mit den persönlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen, aber auch die Gefahr, dass (freundschaftliche) Beziehungen zerbrechen. Mein Anliegen ist es, wie damit gut umzugehen!
Wolfgang J. Gall, 05.02.2022
Auch das können wir gerne zum Thema machen, lieber Wolfgang!
Max Barnewitz, 05.02.2022

Gutes Tun tut gut!

Nicht nur Demokratie, sondern auch Wirtschaft im weitesten Sinne lebt von lebendigem und kreativen Austausch und größtmöglicher Teilhabe. Was liegt näher als dies bereits während der Schulzeit zu erproben und neue Sichtweisen auf sich und seine Umgebung kennenzulernen?

Susanna Klein (Social Entrepreneurship-Coach) und ich (Lehrerin für Politik und Gesellschaft) machen uns auf die Suche nach einem Projektpartner für ein fächerübergreifendes Inklusionsprojekt, das allen Beteiligten aufzeigen will, was in ihnen steckt.

Liebe Andrea, welche Art von Partnerschaft stellt ihr euch vor?
Susanne Thoma, 29.01.2022
Liebe Susanne, Frau Klein und ich stehen hier noch ganz am Anfang. Mein Ausgangspunkt ist z.B. im Lehrplan so zusammengefasst: Inklusion und Integration als gemeinsame Aufgabe begreifen und weil das Fach Sozialpraktische Grundbildung heißt wird dieser Themenblock z.B. durch folgende Info ergänzt: "Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Vorschläge für Barrierefreiheit im schulischen und lokalen Umfeld und erfahren dadurch Chancen und Grenzen der Inklusion". Dem versuchen Susanne Klein, die ihr Social Entrepreneurship-Konzept vorstellen wird, Leben einzuhauchen... und sind natürlich sehr froh über Mitstreiter im "lokalen Umfeld".
Andrea Vogelmair, 04.02.2022
Theresa Berschl

Dein Jugendbudget - Gestalte deine Stadt

Im Rahmen der Neukonzipierung der Jugendarbeit in der Stadt Lindau, wurde 2020 ein Jugendbudget mit ins Leben gerufen. Das Jugendbudget soll junge Lindauer*innen finanziell unterstützen, selbstständig eigene Ideen für ihre Stadt umzusetzen.

In der Session möchte ich euch das Jugendbudget in Lindau kurz vorstellen und mit euch in einen Austausch gehen.

Tanja Erdmenger

Living Library - lebend(ig)e Geschichten von Grenzerfahrungen

In Bibliotheken werden längst nicht nur Medien/Bücher ausgeliehen, sondern sie sind wichtige nicht-kommerzielle Orte, die niederschwellig Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Ein spannendes Format dabei ist das der "Living Library": Menschen mit besonderen Erfahrungen/Hintergründen/Einschränkungen erzählen an einem Aktionstag/-nacht als "lebendes Buch" ihre Geschichte, das man für ein Gespräch "ausleihen" und sich anschließend austauschen kann. Das Wissen um diese besonderen Lebensgeschichten stärkt das Miteinander, hilft Vorurteile abzubauen und fördert Akzeptanz und Toleranz eines/einer jeden.

Tolle Beispiele finden sich z.B. in Berlin:

https://www.die-offene-gesellschaft.de/lebendige-kiezbibliothek

oder Konstanz

https://www.konstanz.de/service/pressereferat/pressemitteilungen/living+library+_+die+nacht+der+lebenden+buecher

Wer hat Lust, ein solches Format in Augsburg mit auszuarbeiten und zu planen?

Hallo Frau Erdmenger, IN VIA Augsburg hat 2019 in der Refugee Week eine lebendige Bibliothek veranstaltet https://refugeeweek.de/veranstaltung/ein-ausblicke-lesung-von-frauen-mit-migrationserfahrung/ Ich kenne das Format und bin ein großer Fan davon.
Elvira Friebe, 31.01.2022
Hallo Elvira (bin schon im Barcamp-Modus und gerne per du ;-)...) . Danke für den Hinweis, da ich zu der Zeit noch nicht in Augsburg war! Toll, wenn du deine Erfahrung einbringen kannst und wir das Format in erweitertem Personenkreis ausbauen könnten!
Tanja Erdmenger, 31.01.2022

Das Menschenrecht Inklusion in einer (nicht) gespaltenen Gesellschaft

Vor 13 Jahren trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Sie spricht Menschen mit Behinderung gleichberechtigte Teilhabe an allen Bereichen des Lebens zu.

Mögliche Themen können sein:

- Das Menschenrecht Inklusion in einer ( möglicherweise nicht) gespaltenen Gesellschaft - Wie passt das zusammen?

- Worin zeigt sich Spaltung, Benachteiligung und Diskriminierung für Menschen mit Behinderung?

- Wie weit sind wir auf diesem Weg zur Inklusion?

- Was können wir in der Jugendarbeit für Inklusion tun?

- Was haben wir schon gemacht?

und viele mehr Ideen von euch!

Auf spannende Diskussionen mit euch!

Wie Extremisten Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen für ihre Zwecke nutzen und was wir als Pädagog*innen dagegen tun können.

Diskriminierungserfahrungen und Rassismus sind leider nach wie vor für viele Menschen harter Bestandteil ihres persönlichen Alltags. Wäre das nicht schon Anlass genug, sich kritisch mit den Phänomenen auseinanderzusetzen, kann man beobachten, wie diese persönlichen Schicksale von extremistischen Akteuren systematisch instrumentalisiert werden, um den Hass auf bestimmte Personengruppen zu lenken und Betroffene für ihre Dienste zu gewinnen.

Im Rahmen eines kurzen Impulsvortrags wird zunächst kurz skizziert, welche Formen extremistische Ansprachen annehmen können, um im Anschluss innerhalb von Break-Out-Sessions deren Auswirkungen für die pädagogische Arbeit zu diskutieren. Zum Abschluss werden die Eindrücke und Ergebnisse jeder Session noch einmal im Plenum vorgestellt, auf deren Grundlage wir schließlich gemeinsam mit euch potenzielle Handlungsmöglichkeiten für die pädagogische Arbeit erörtern möchten.

Wir freuen uns auf Eure Ideen, Anregungen und Geistesblitze 😊

Oft lösen Benachteiligungserfahrungen in der Mitte der Gesellschaft ähnliche Reaktionen und Radikalisierungsfolgen aus. Mir ist es wichtig, auch darauf zu schauen!
Wolfgang J. Gall, 05.02.2022

Wahlalter senken

In 11 von 16 Bundesländern gibt es das Wahlrecht ab 16 Jahren, zumindest bei Kommunalwahlen. Warum in Bayern nicht, wie könnte man das ändern und was bedeutet die Erwähnung des Wahlalters 16 im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung? Gerne gebe ich euch den aktuellen Stand aus meiner Sicht weiter und wir diskutieren ob und wie das Thema in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit generieren könnte.

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