Session Proposals

Conflict Awareness Network

Was braucht eine digitale Fachcommunity für Jugendgewaltprävention?

Das Conflict Awareness Network (CAN) ist ein neues Förderprojekt der Organisation Recap (recaporganisation.ch) im Bereich Jugendgewaltprävention. Ziel ist es, die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen in der Jugendgewaltprävention zu stärken und eine transdisziplinäre Fachcommunity aufzubauen. Dabei verstehen wir Jugendgewaltprävention vor allem ressourcenorientiert: Im Zentrum stehen die Stärkung von Jugendlichen, ihre Kompetenzen und Teilhabe sowie die Zusammenarbeit der Fachpersonen, die sie begleiten.

Wir befinden uns aktuell in der Entwicklungs- und Aufbauphase. Ein Bestandteil von CAN soll eine digitale Plattform für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen sein. Wie diese konkret aussehen und welchen Mehrwert sie bieten soll, möchten wir gemeinsam mit der Praxis entwickeln.

Dazu führen wir bis Ende Jahr eine Bedarfsumfrage mit Onlinefragebogen, Expert*inneninterviews und Workshops mit Fachpersonen verschiedener Berufsgruppen durch. Die Barcamp-Session ist Teil dieser Bedarfserhebung. Besonders interessiert uns die Perspektive von Soziokultur, Jugendarbeit und Streetwork.

Leitfragen:

- Was braucht es, damit eine digitale Fachcommunity die Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zwischen verschiedenen Disziplinen tatsächlich stärkt?

- Welche digitalen Lern- und Vernetzungsformate wären für Fachpersonen in der Praxis hilfreich – und was sollte eine solche Plattform ausdrücklich nicht sein?

Beziehungsarbeit in hybriden Lebenswelten

In der Sozialen Arbeit gilt die professionelle Beziehung als Kern unserer Arbeit. Kinder und Jugendliche wachsen heute aber zunehmend in hybriden Lebenswelten auf, in denen analoge und digitale Sozialräume ineinandergreifen. Was bedeutet das für die Art, wie wir Beziehungen gestalten?

In meiner Masterarbeit habe ich Jugendliche dazu befragt, wie sie ihr Online-Sein erleben, was sie von ihrer Mediennutzung erwarten und ob sich diese Erwartungen erfüllen. Ausserdem wollte ich wissen, wie eine Fachperson sein müsste, damit Jugendliche sie in ihre Lebenswelt aufnehmen und ihr erlauben, Teil ihrer Bewältigungskultur zu werden.

Daraus sind Handlungsempfehlungen entstanden, die uns helfen können, Beziehungen auch unter diesen Bedingungen professionell zu gestalten. Diese Thesen möchte ich in der Session vorstellen und mit euch diskutieren. Eure Erfahrungen und Einschätzungen aus der Praxis sind dabei herzlich willkommen.

Social-Media-Phänomene in der Arbeit mit Jugendlichen

Trends, Begriffe und Phänomene verbreiten sich über Social Media schnell und verändern sich ebenso schnell wieder. Für Jugendliche sind sie oft Teil des Alltags und Gesprächsstoff untereinander. Für uns als Fachpersonen stellt sich die Frage, wie wir da den Überblick behalten und unsere begleitende Rolle wahrnehmen können.

In dieser Session möchte ich mit euch darüber ins Gespräch kommen. Wie informiert ihr euch über aktuelle Entwicklungen? Welcher Content eignet sich für Jugendliche, und wie werden Trends zum Anknüpfungspunkt für Gespräche? Und wo können wir Einfluss nehmen, ohne die Perspektive der Jugendlichen aus dem Blick zu verlieren?

Ich stelle gerne auch kurz ein Projekt vor, das sich gerade im Aufbau befindet. Die Idee ist, aktuelle Social-Media-Phänomene aufzugreifen und daraus Content für Jugendliche und für Erwachsene, die sie begleiten, zu entwickeln. Dafür ist mir eure Sicht besonders wichtig. Was würde euch in der Praxis helfen, welche Themen und Formate wünscht ihr euch und wo seht ihr Möglichkeiten, sich zu vernetzen?

KI in der Soziokultur: Was braucht's und was hilft?

KI ist längst in soziokulturellen Einrichtungen angekommen – oft unsystematisch und ohne die nötigen Grundlagen. Aber was braucht eine Organisation eigentlich, damit KI sinnvoll und verantwortungsvoll genutzt werden kann? Reicht ein Tool, oder braucht es Datenschutzkonzept, Kompetenzaufbau und eine passende Kultur dazu?

In dieser Session möchte ich auf zwei Fragen schauen: Welche Voraussetzungen (strukturell, fachlich, kulturell) braucht es für den sinnvollen Einsatz von KI in unserem Feld? Und welche konkreten Anwendungen – von Textvereinfachung über Dokumentation bis Übersetzung – unterstützen genau diese Voraussetzungen? Ich bringe Praxisbeispiele aus meiner Beratungsarbeit mit, den Rest entwickeln wir gemeinsam anhand eurer Erfahrungen.

Wer Lust hat, das Thema über den Tag hinaus weiterzuverfolgen – ob als Angebotsentwicklung, Vernetzung, Praxisprojekt oder gemeinsame Tool-Entwicklung – melde dich gerne in der Session!

BarCamp bilingue?

En 2025, le SKAmp a quitté Zurich pour s'installer à Berne. Nous nous demandons désormais activement s'il pourrait continuer à se déplacer vers l'ouest dans les années à venir et si la Suisse romande pourrait elle aussi prendre part à cet échange passionnant. Nous aimerions discuter de la manière dont un BarCamp pourrait fonctionner en deux langues. Quelles opportunités et quels défis cela implique-t-il ? De quoi devons-nous tenir compte ? Ce serait formidable que des personnes de Suisse romande participent également à cet échange afin de réfléchir ensemble à la suite. Tu es partant(e) ?

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Das SKAmp ist 2025 von Zürich nach Bern gekommen. Nun stellen wir uns aktiv die Frage, ob es in den kommenden Jahren weiter Richtung Westen gehen könnte und die Romandie auch Teil dieses spannenden Austauschs wird. Wir möchten darüber diskutieren, wie ein BarCamp zweisprachig funktionieren kann. Welche Chancen und Herausforderungen kommen auf uns zu? Was müssen wir berücksichtigen? Es wäre wunderbar, wenn an diesem Austausch auch Menschen aus der Romandie teilnehmen um gemeinsam weiterzudenken. Bist du dabei?

Präsenz vs. Zurückhaltung bei Fachpersonen in digitalen Sozialräumen Jugendlicher

Im Rahmen meiner Dissertation zur Verschränkung digitaler und physischer Sozialräume bei Jugendlichen habe ich viele Gespräche und Workshop mit Jugendlichen zu ihrer (digitalen) Raumnutzung geführt. Zudem habe ich mich immer wieder mit Fachpersonen der Offenen Jugendarbeit zu den Erfahrungen und Erkenntnissen ausgetauscht.

Eine Frage beschäftigt (mich) dabei immer wieder:

Digitale/verschränkte Räume nehmen zentrale Funktionen in den Lebenswelten von Jugendlichen ein (Rückzugs-, Ausgleichs-, Verarbeitungs-, Selbstinszenier-, Zugehörigkeits-, Freiräume usw.). Welche Rolle sollten Fachpersonen der Offenen Jugendarbeit (oder anderer Felder der Soziokultur) darin einnehmen. Sowohl von Jugendlichen als auch von Fachpersonen wird immer wieder das Bedürfnis bzw. die Wichtigkeit von Zurückhaltung und Respekt vor jugendlichen Eigenräumen betont. Gleichzeitig sollte sich eine sozialräumliche Jugendarbeit da präsent sein, wo es Jugendliche sind und sie bei ihren Erfahrungen begleiten. Wie können wir uns in diesem Spannungsfeld positionieren?

Norina Schenker

16 Tage gegen digitale geschlechtsspezifische Gewalt

Järhlich vom 25. November bis 10. Dezember engagieren sich über 300 Organisationen in der Schweiz gegen geschlechtsspezifische Gewalt im Rahmen der Kampagne 16 Tage: https://www.16tage.ch/

In jedem Jahr wird ein Aspekt von geschlechtsspezifischer Gewalt beleuchtet, der ansonsten ignoriert wird. Im Jahr 2026 konzentriert sich die Kampagne auf digitale geschlechtsspezifische Gewalt.

Digitale Gewalt wird nicht nur in digitalen Räumen verübt, sondern auch durch Technologie: Online-Belästigungrn, Drohungen, Hasskampagnen, die nicht einvernehmliche Verbreitung intimer Bilder (in Umgangssprache auch «Revenge Porn» genannt), Cyberstalking, digitale Überwachung oder Kontrolle.

Diese Formen der Gewalt betreffen insbesondere Frauen und Menschen, die aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden, unabhängig von ihrem Alter.

Welche Möglichkeiten hat die Soziokultur, um das Fokusthema 2026 aufzunehmen? Welche Aktivitäten sind bereits geplant und wo können Ressourcen genutzt oder Wissen geteilt werden?

Community Building und visuelles Storytelling

Ein Netzwerk von sogenannten Imalabs als Ort für Imagination und Empathie. Vorstellung einer Utopie. Oder wie lassen sich (Rollen-)Spiel und visuelles Storytelling für Community Building, Resilienz und Wandel einsetzen.

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